| Sämereien aus kontrolliert ökologischem Anbau Hintergrundinformationen für Interessierte Das ARIES-Angebot an Sämereien aus kontrolliert ökologischem Anbau entstand in Zusammenarbeit mit der Firma HILD Samen GmbH in Marbach, die sich seit einigen Jahren mit der Erzeugung von Öko-Saatgut für Profi-Bio-Gärtner beschäftigt. Auf diese Weise können wir garantierte Qualität des Saatguts aus KbA bieten: Zertifizierung und Kontrolle Die Kontrolle der Betriebe auf Einhaltung der strengen ökologischen Richtlinien wird in den jeweiligen Ländern von unabhängigen Kontrollstellen unter der Aufsicht staatlicher Behörden mehrmals im Jahr vorgenommen. Bei HILD erfolgt die Kontrolle und Zertifizierung der Saatgutvermehrung sowie der Saatgutaufbereitung durch die Kontrollstelle alicon, einer Tochtergesellschaft von BIOLAND. Die Kontrollnummer von alicon (DE-006) ist deshalb auf allen Samenpackungen vermerkt. Die Herkunft des Inhaltes jeder Packung kann über den Vermehrungsbetrieb bis zum Vermehrungsfeld zurückverfolgt werden. Die Abgrenzung zu anderen Qualitäten: Wie bei vielen anderen Produkten kommt es auch bei Saatgut noch oft zu Mißverständnissen im Sprachgebrauch bezüglich des Begriffes "Bio". Das betrifft besonders Saatgut, das nicht im Naturwarenhandel, sondern im Gartenhandel preisgünstiger verkauft wird. Aus Unwissenheit sprechen Verbraucher und sogar Fachhändler hierbei oft von Biosaatgut, obwohl es sich lediglich um "ungebeiztes/unbehandeltes" Saatgut handelt, das ansonsten aber völlig konventionell erzeugt wurde und nicht aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Solche Angebote haben natürlich so lange Ihre Berechtigung, als noch nicht alle Sorten aus tatsächlich kontrolliert biologischer Erzeugung zur Verfügung stehen. Es handelt sich also um einen Kompromiss, den Biogärtner nur übergangsweise eingehen sollten. Ein Preisvergleich ist jedoch völlig unzulässig, da die Qualität völlig unterschiedlich ist; hier unsere Sämereien aus kontrolliert ökologischem Anbau, dort konventioneller Anbau. Denken Sie an den besonderen Aufwand bei der Saatguterzeugung von Öko-Sämereien, wenn Sie das nächste Mal auf ein Billigangebot an "Sämereien für den Biogärtner" stoßen und fragen Sie sich, ob das überhaupt mit rechten Dingen zugehen kann. Keine chemischen Pflanzenschutzmittel und mineralischen Düngemittel. Bei Hild wird besonders bei der Unkrautbekämpfung sehr viel Wert auf Handarbeit (Hacken) gelegt. Und es werden ausschließlich organische Düngemittel wie z.B. Kompost oder Mist und natürliche Mineralstoffe verwendet. Die Produktion von hochkeimfähigem und vor allem krankheitsfreiem Saatgut ist daher ungleich schwieriger als im konventionellen Bereich. Durch Saatgut, das frei von Krankheitserregern ist, kann auf chemischen Pflanzenschutz (z.B. Beizung) verzichtet werden. HILD hat jahrelange Erfahrung in der biologischen Saatgutproduktion und konzentriert einen großen Teil seiner Forschung auf diese Herausforderung. Die Keimfähigkeit und Haltbarkeit: Die Keimfähigkeit von Gemüsesaatgut ist sehr unterschiedlich und kann auch bei frisch geernteten und gesunden Samen sortenbedingt zwischen 60 und 98 Prozent schwanken. Deshalb werden durch das Saatgutverkehrsgesetz die Mindestnormen jeweils pro Sorte/Art festgesetzt. Durch Keimfähigkeitsprüfungen wird vor der Abfüllung in Portionstüten sichergestellt, dass nur beste Qualität ausgeliefert wird. Die Keimfähigkeit geht im Zeitablauf auch bei optimalen Lagerbedingungen (Temperatur: 4°C, rel.Luftfeuchtigkeit ca. 50%) zurück, ebenfalls sortenbedingt unterschiedlich schnell. LinkNäheresLink Sie sollten deshalb Sämereien nicht auf Vorrat kaufen und immer im gleichen Jahr noch aussäen. Sollte das einmal nicht möglich sein, sollten Sie die Keimfähigkeit vor der Aussaat durch eine Keimprobe (in feuchten Haushaltstüchern) testen. Wir lehnen gentechnisch verändertes Saatgut ab! Wir betrachten Gentechnik als riskanten und unnötigen Eingriff in die natürliche Schöpfung. Die ökologische Wirkung von Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen ist noch nicht abzusehen. Künstliche Resistenzentwicklungen haben Wirkungen auch auf Nützlinge. So gehen biologische Schädlingsbekämpfungsmethoden für den ökologischen Landbau für immer verloren. Wir lehnen Gentechnik deshalb ab und bieten grundsätzlich keine Produkte an, die gentechnisch veränderte Substanzen enthalten: Erklärung zur Gentechnik-Freiheit der ARIES-Produkte Im Ökologischen Landbau ist der Einsatz von genetisch veränderten Substanzen und Organismen ebenfalls verboten. Das bietet den Kunden eine doppelte Sicherheit in Bezug auf unsere Sämereien aus kontrolliert ökologischem Anbau. Bewußter Verzicht auf Hybridsorten (F1) Hybridzüchtung ist ein zweischneidiges Schwert. F1-Hybriden beeindrucken durch hohe Leistungen, bringen Vermarktungssicherheit, Schädlingsresistenz und gleichmäßige Erträge für die großen Vermarktungsketten. Leider ist die Leistungsexplosion durch den sogenannten "Heterosis-Effekt", auf dem die Hybridzucht beruht, immer nur auf die erste, die sog. "F1-Generation" beschränkt; die folgenden Generationen sind in ihrer Ausbeute um so schlechter. Zudem erkauft man diese Erfolge mit einem außerordentlich hohen Aufwand an Züchtungsvoraussetzungen, die praktisch nur von wenigen weltweit tätigen Großkonzernen finanziert werden können. Auch wenn durch ständig fortschreitende Arbeitsteilung zur Zeit das Züchten und Vermehren sowieso nur durch spezialisierte Betriebe stattfindet, stellt die Tendenz zur Hybridzucht eine besondere Gefahr für die Artenvielfalt auch im Kulturpflanzensektor dar. Denn viele alt bewährte und regional angepasste Gemüsesorten werden verdrängt und drohen unwiederbringlich verloren zu gehen. Die Sortenauswahl: Schon heute ist die Auswahl an Gemüsesorten im Vergleich zur Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts stark eingeschränkt: Regionale Sorten für spezielle Standorte und für spezielle Geschmäcker sind im gewerblichen Gemüseanbau so gut wie verschwunden, da auch der Konsumentengeschmack sich immer mehr vereinheitlicht und nur einige wenige Sorten das bundes- bzw. europaweite Angebot beherrschen. Die Saatguterzeugung allein für den Hobbybereich ist dagegen wenig lukrativ und wird nur noch von einigen Spezialzüchtern für den Bereich Spezialitäten (mit den entsprechenden Preisen) betrieben. Die Sorten aus unserem Angebot sind größtenteils altbewährte Sorten, die sich auch bei professionellen Gemüsegärtnern noch großer Beliebtheit erfreuen und mit modernen Hybridsorten konkurrieren können. Ergänzt wird das Angebot durch traditionelle Kräuter und verschiedene neuere Gemüse- und Salatsorten, die erst seit kurzem auf dem Markt oder wiederentdeckt worden sind. Durch Ihre Nachfrage sorgen Sie als Verbraucher dafür, dass immer mehr Sorten ökologisch vermehrt und gezüchtet werden und das Angebot ständig erweitert wird! Erst durch Verwendung von biologischem Saatgut wird das System des biologischen Anbaus geschlossen und ist nicht ständig auf die Zufuhr aus konventionellem Anbau angewiesen. Die Herkunft: Der Erhaltungsanbau unserer Sorten erfolgt auf ökologisch bewirtschafteten Flächen, hauptsächlich in Deutschland. So ist gewährleistet, dass sie an die Klimabedingungen Mitteleuropas angepasst sind. Da die verschiedenen Gemüse ursprünglich größtenteils aus dem Mittelmeerraum stammen, also aus wärmeren Gefilden, findet die Vermehrung dort statt, weil oft nur dort die gesunde Samenreife erreicht wird. Das von ARIES angebotene Saatgut wird unter den jeweils besten klimatischen Bedingungen in verschiedenen Ländern Europas erzeugt. (Stand 12/1999: Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark, Niederlande). Die Vermehrungsbetriebe gehören verschiedenen Anbauverbänden an: Bioland, Naturland, Associazione Italiana per LAgricultura Biologica usw.Da die konkrete Herkunft sich von Charge zu Charge ändern kann, wird dies nicht auf den Tüten ausgewiesen. Mindeststandard sind die IFOAM-Anbaurichtlinien. Gesetzliche Grundlage ist die EU-Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 für den ökologischen Landbau. | |