| Exkurs: Was will der (Bio-)Gärtner ernten und essen? Viele Gemüse stammen ursprünglich größtenteils aus dem Mittelmeerraum, also aus wärmeren Gefilden. Viele sind zweijährig, bilden also erst im zweiten Kulturjahr Blüte und Samen aus (alle Kohl- und Beta-Rübenarten, Radies, Rettich, Möhren ...). Den (Bio-)Gärtner interessiert das meist wenig, da für ihn nur das Ergebnis des vegetativen Wachstums wichtig ist: Blätter, Rüben, Stammknollen usw. Diese sind bereits alle im ersten Jahr erntereif, so dass die Pflanze nur 4 bis 6 Monate gepflegt und gesund gehalten werden muss. Um reife Samen ernten zu können, müssen die Pflanzen aber erst überwintert und dann noch einen weiteren Sommer lang gepflegt werden. Allein dadurch verdreifacht sich die Wachstumszeit des Gemüses und damit der Aufwand für Pflege und Gesunderhaltung. Außerdem fällt die Erntezeit der meisten Gemüsesamen in den Herbst und damit in eine Jahreszeit mit hohem Wetter- d.h. Ernterisiko: Schon zwei nebelige Tage können Schimmelbildung an den erntereifen Samen verursachen und damit die Pflegearbeit von zwei Sommern zunichte machen. In der konventionellen Saatgutvermehrung kann dieses Risiko mit dem Einsatz von synthetischen Pilzbekämpfungsmitteln (sog. "Fungiziden") vermieden werden; die Möglichkeiten des Biologischen Landbaus sind dagegen auf vorbeugende Pflanzenstärkung und die Auswahl von möglichst krankheitsresistenten Sorten beschränkt. Das besondere Ernterisiko verteuert die ökologische Saatguterzeugung schon in den klimatisch günstigen Mittelmeerländern; in Deutschland macht es sie deshalb in der Regel völlig undurchführbar. Hier eine Liste der wichtigsten Gemüsearten und ihrer ursprünglichen Herkunftsregionen:
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