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Gewöhnlicher Nagekäfer oder „Holzwurm“ (Anobium punctatum) (auch: Möbelkäfer)


Abb: Käfer und Larve von Anobium punctatum


Kurzbiographie:
Der 3-5 mm lange Käfer ist von gedrungener, ovaler Form, im Querschnitt rund. Er ist meist dunkelbraun. Der spitz nach oben gewölbte Halsschild ist kapuzenartig über den Kopf gezogen. Der Kopf ist unter dem Bruststück verborgen („Feuerwehrhelm“). Die Flügeldecken sind mit längstlaufenden, deutlich hervortretenden Punktreihen versehen, die Vertiefungen in der Flügeldecke sind verdickt und von etwa gleicher Größe. Von anderen Nagekäfern ähnlicher Größe ist der Holzwurm eindeutig durch die Ausformung der „Kapuze“ (siehe Abbildung Pfeil) zu unterscheiden.

Lebensweise: Die etwa 0,3 mm langen Eier werden einzeln oder in Gelegen in Risse gelegt. Insgesamt legt ein Weibchen zwischen 20 und 40 Eier. Nach etwa 2-3 Wochen schlüpfen die jungen Larven, die sich in das Holz einbohren und dort während 2-4 Jahren leben. Die für die Larvenentwicklung optimale Temperatur liegt zwischen 22 und 23 Grad C, die optimale Holzfeuchtigkeit bei 30%, unterhalb 10% ist keine Entwicklung möglich. Gute Entwicklungsbedingungen findet er in kühlen, feuchten Räumlichkeiten wie z.B. Keller und Kirchen. In Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen können auch Dachkonstruktionen, Stallungen und ähnliche Objekte befallen werden. Nach einer 2-4 wöchigen Puppenruhe schlüpfen die Käfer und verlassen das Holz durch kreisrunde Bohrlöcher, wobei feines Bohrmehl ausgestoßen wird. Flugzeit der Käfer: April bis August (kann gebietsweise abweichen).

Befallsmerkmale:
Außen: kreisrunde Bohrlöcher von 0,7-3 mm Durchmesser.
Innen: Die Fraßgänge verlaufen im Splintholz; Rinde und Kernholz werden meist gemieden. In Nadelhölzern folgen die Gänge meist den Jahresringen. Die Gänge sind ebenfalls kreisrund und mit feinem Kot und Bohrmehl locker angefüllt. Der Kot ist annähernd eiförmig mit leicht spitzen Enden.



Allgemein
Anobium punctatum ist der wichtigste einheimische Nagekäfer und in ganz Europa verbreitet. Durch Einschleppung wurde A. .p. im südlichen Afrika, in den USA, in Brasilien sowie Südost-Australien und Neuseeland verbreitet. Nadel- und Laubhölzer werden gleichermaßen angegriffen, bevorzugt werden Splint- und Weichhölzer. Dauerhafte Kernhölzer werden nur nach vorhergegangenem Pilzbewuchs befallen. Als Zerstörer von Kunstobjekten, Möbeln, Musikinstrumenten und Gebrauchsgegenständen aus Holz ist der gewöhnliche Nagekäfer an erster Stelle unter den holzzerstörenden Insekten einzuordnen.


Was tun?

Bekämpfen:
Kleine Möbelstücke, Teile von Balken oder Türblätter etc. können mit PISTAL behandelt werden. Das Holz vorher aufrauhen und mit dem Insektizid flüssig behandeln. Flüssige Insektizide sind Kontaktmittel; die Insekten müssen also „Kontakt“ damit haben. Falls möglich, die Hölzer beidseitig behandeln. Die Behandlung nach zwei Tagen wiederholen.

Große Bekämpfungen durch Fachbetriebe unter Beachtung der DIN 68 800 ausführen lassen. Falls möglich sind Heißluftbekämpfungen durchzuführen. PISTAL entspricht derzeit nicht den Anforderungen durch die genannte DIN-Norm. Eine Anwendung mit diesem Mittel bietet also keine Garantieleistung. Sie haben so jedoch die Möglichkeit, auf synthetische Pyrethroide verzichten zu können. Firmen, die mit unserem Mittel Holzbehandlungen durchführen, können Sie gerne durch uns erfahren.


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