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Hausstaubmilben (Dermatophagoides pteronyssinus,
D. farinae)
Kurzbiographie:
Hausstaubmilben sind 0,2 bis 0,35 mm groß und mit bloßem Auge nicht
zu erkennen. Ihr Körper ist grob oval, leicht behaart und von einer relativ
dünnen Chitinschicht (Kutikula) bedeckt, die sie gegen direktes Sonnenlicht
(UV-Strahlung) empfindlich sein lässt. Sie leben im Fußbodenstaub sowie
im Staub von Betten, Polstermöbeln und Wäschestapeln. Dabei sind sie auf
eine rel. Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 % angewiesen und haben einen
optimalen Temperaturbereich von 20 bis 30 °C. Als Nahrung dienen kleinste
Hautschuppen, von denen Menschen täglich (beim Wechseln von Kleidung,
beim Schlafen und Kämmen) große Mengen abgeben (bis zu 1 Gramm). Eine
gewisse Rolle spielen außerdem bestimmte Schimmelpilze, die an die relative
Trockenheit angepasst sind, und die offensichtlich in Zusammenhang mit
einem Massenauftreten der Hausstaubmilben stehen.
Die erwachsenen Weibchen der Hausstaubmilben legen jeden Tag ein bis vier
relativ große Eier, aus denen bald sechsbeinige Larven schlüpfen. Über
mehrere Häutungen entwickelt sich über verschiedene Nymphenstadien (bereits
achtbeinig) die geschlechtsreife Milbe. Die schnelle Generationsfolge
von etwa 1 1/2 Wochen kann unter günstigen Entwicklungsbedingungen zu
einer Massenvermehrung führen.
Hausstaubmilben beißen oder stechen nicht und übertragen keine Krankheiten.
Ihre schädliche Wirkung besteht hauptsächlich in der Abgabe verschiedener
mit dem Milbenkot ausgeschiedener Substanzen (sog. Allergene), die bei
empfindlichen Menschen und/oder bei Massenauftreten von Milben zu allergischen
Reaktionen wie dauerndem Schnupfen, Tränenfluss, Asthma u.ä. führen können
(=> Hausstauballergie).
Allgemein:
Milben gehören zu den Spinnentieren und haben im Erwachsenenstadium immer
acht Beine. Sie sind eng verwandt mit Zecken, aber wesentlich kleiner
(meist unter 1 mm) und immer behaart. Je nach Lebens- und Ernährungsweise
unterscheidet man Staub-, Vorrats-, Saug-, Raub– und Grabmilben.
Was tun?
Hausstaubmilben befinden sich in jedem Haushalt. Jeder Mensch trägt ständig
Milben mit sich herum und so findet eine ständige Verschleppung und Neubefall
statt. Es wäre deshalb illusorisch, völlige Milbenfreiheit herstellen
zu wollen; es kann immer nur darum gehen, durch geeignete Maßnahmen den
Bestand der Milben möglichst gering zu halten:
Vorbeugend
Vermeidung und Beseitigung von Nahrungsquellen und günstigen Entwicklungsbedingen
- Glatte Fußbodenbeläge (Parkett, Linoleum, Fliesen),
die regelmäßig gesaugt und feucht gereinigt werden können.
- Keine Teppichböden, da diese (auch mit Klopfsaugern)
nur unzureichend von Hautschuppen, Milben und deren Kot befreit werden
können.
- Teppiche regelmäßig im Freien (auf dem Balkon)
ausklopfen.
- Polstermöbel vermeiden, Glattleder-Möbel bieten
Milben keinen Schutz.
- Schwere Vorhänge und Textiltapeten können ebenfalls
als Milbenreservoir dienen!
- Tägliches ausgiebiges Lüften im Schlafzimmer
(jeder Mensch verdunstet pro Nacht zwei bis drei Liter Wasser!)
- Bettwäsche täglich aus dem Fenster ausschütteln
(Schuppen entfernen) und zum Lüften und Austrocknen aufschlagen oder
aufhängen (Feuchtigkeit senken) sowie häufig wechseln/waschen.
- Matratzen regelmäßig absaugen, zum besseren Ausdünsten
auf Lattenroste legen, nicht auf geschlossene Flächen!
- Empfindliche Menschen (Allergiker) sollten sich
im Schlafzimmer nicht um-, an- und ausziehen und nicht kämmen oder bürsten.
Eingehendere Informationen für Allergiker gibt es außerdem beim Allergie-
und Asthma-Bund in Mönchengladbach und dessen Ortsverbänden (stehen
im Telefonbuch). Sehr informativ auch die Homepages:
http://www.daab.de/all_milbe.php
http://www.uni-kiel.de/zoologie/parasiten/milbe.htm
Mit speziellen Milben-Tests (erhältlich in Apotheken) kann man selbst
in regelmäßigen Abständen die Höhe des Milbenbefalls kontrollieren.
Bekämpfung
Da die Hausstaubmilben Sonnenlicht (die ultravioletten Anteile schädigen
die dünne Chitinschicht der Milben) nicht vertragen, sollte man zur
Senkung des Befalls einen sonnigen Tag nutzen, um Bettwäsche, Wolldecken,
Teppiche und Möbel im Freien „auszulüften“: Licht und Trockenheit führen
zum Absterben der Milben. Schütteln oder Ausklopfen entfernt zusätzlich
Staub, Milben und deren Kot.
Ebenso ist ein trockener kalter Tag im Winter zur Abtötung der Milben
durch Kälte geeignet. Unsere Vorfahren haben Teppiche flach auf den
Schnee gelegt und ausgeklopft; der Erfolg (Staub und Kot) ist dann gut
zu überprüfen!
Auch mit trockener Hitze (Fön) können Milben abgetötet werden. Eine
allergensenkende Wirkung ergibt sich aber erst durch eine nachfolgende
Reinigung des betreffenden Bereichs.
Für alle, denen die bisher geschilderten Maßnahmen nicht ausreichen,
oder denen die Möglichkeiten dazu fehlen, bietet sich eine gesundheitsschonende
Bekämpfung mit einem Präparat aus Neem-Extrakt an. Das BAMBULE
MILBENSPRAY von ARIES hat sich in Tests als sehr wirksam zur Milbenbekämpfung
erwiesen und wird bereits von verschiedenen Herstellern im Naturbettwarenbereich
benutzt und weiterempfohlen. Alternativ kann auch PISTAL
eingesetzt werden. Pistal bietet eine effektive Sofortwirkung, im Gegensatz
zu dem Milbenspray jedoch eine kürzere Wirkdauer. Beim Einsatz von Pistal
die Matratze solange lüften, bis der Geruch nach ätherischem Öl verflogen
ist.
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