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Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)
Kurzbiographie:
Die Flügelspannweite des Falters beträgt etwa 20 mm. Die Vorderflügel
sind an der Basis gelbgrau, an der Spitze kupferrot. Das Weibchen legt
ca. 200 Eier, die Raupen bis 16 mm lang, weiß-rosa oder grünlich. 2 bis
3 Generationen pro Jahr. Schaden: Raupen fressen Keimanlage aus Körnern
heraus, Körner werden durch Gespinste mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden.
Lochfraß an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen
u.a.. Starke Gespinstbildung zum Ende der Wachstumsphase der Raupen. Vor
Verpuppung “Wanderphase”; sie können dabei erhebliche Strecken (bis zu
400 m) zurücklegen. Deshalb findet man die Puppen der Dörrobstmotte oft
mehrere Meter entfernt von der eigentlichen Fraß-(Schadens-) stelle in
Ritzen und anderen Verstecken.
Allgemein:
Die unterschiedlichen MOTTEN-Arten gehören zur Gattung der Zünsler innerhalb
der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera). Vorratsschädigende Motten
können schnell durch Transportmittel oder Verpackungen in Wohnungen und
Gebäuden eingeschleppt werden. Während die fliegenden oder flatternden
Insekten keinen Schaden anrichten, kommt es durch die Raupen oder Larven
zu erheblichen Schäden an verschiedensten Lebensmitteln. Vorratsschädigende
Motten wurden auch schon in Textilien gefunden. Fliegende Motten sind
meist auf der Suche nach paarungswilligen Partern und orientieren sich
dabei an Sexualhormonen, die von den weiblichen Faltern abgegeben werden.
Nach der Eiablage schlüpfen die kleinen Larven und begeben sich sofort
auf Fraßsuche. Auch dünne Verpackungen sind dabei kein Hindernis: die
kleinen Larven beißen ein kaum sichtbares Loch und verpuppen sich später
in der Verpackung oder wandern ab in ein Versteck. Auch Gewinde können
von gerade geschlüpften kleinen Larven überwunden werden (erstaunt wird
dann das geschlossene Gefäß mit Verpuppungen betrachtet).
Der erste große Mottenflug ist meist im Mai und ein zweiter schwächerer
folgt im August/September, wobei Abweichungen möglich sind. Wurden Motten
durch Waren importiert, kann sich der gerade befindliche Entwicklungsprozeß
in warmen Räumen bereits im Januar o.a. fortsetzen.
Was tun?
Vorbeugen:
Äußerste Hygiene, kühle Lagerhaltung. Ständige Überwachung gefährdeter
Bereiche und Aussortierung befallener Lebensmittel. Kontrolle von Ritzen,
Fugen usw. Fliegende oder im Raum befindliche Motten können mit dem Staubsauger
eingesammelt werden, Fliegengitter verhindern Zuflug von außen.
Tipp: Larven verpuppen sich gerne in den vorgebohrten
Arretierungen von Holzregalen.
Abschrecken und Vertreiben:
Duftstoffe, die Motten fernhalten, gibt es zwar, allerdings werden solche
sog. „Repellente“ im Bereich von Lebensmitteln meist nicht angewandt um
deren Geruch bzw. Geschmack nicht zu beeinträchtigen. Die ARIES-Produkte
Anti Mott und Mottenöl
finden dementsprechend eher gegen Kleidermotten Verwendung.
Fangen und Erkennen:
Zur Überwachung und Erkennung sind MOTTLOCK®-Pheromonfallen
zu empfehlen (um Zuflug von außen zu vermeiden, gehören Fliegengitter
in Lüftungsfenster): Die männlichen Falter werden gefangen und so an einer
Befruchtung gehindert. Die Population stirbt aus. Motten können mittels
ätherischer Öle (Wasseremulsionen wie Fliegen
Weg) aus Verstecken wie z.B. einer Zwischenwand ausgetrieben werden.
Die Erkennung durch Pheromonfang ist dann sicherer.
Bekämpfung:
Kälte und Hitze tötet Eier und Larven ab. Im Ofen ab 60° C, in der Kühltruhe
bei Minus 20°C (24 Std.). Zudem werden fliegende Motten mit dem Staubsauger
eingesammelt. Wenn giftfreie Mittel nicht ausreichen, kann gezielt mit
einem Natur-Insektizid (PISTAL
oder BAMBULE Insektenspray)
vorgegangen werden. Nach gründlicher Säuberung werden verdächtige Stellen
mit dem Spray behandelt. Große Räume müssen unter Umständen von Fachbetrieben
vernebelt werden. Beachten Sie zudem, daß auch Naturinsektizide giftig
sind; sie wären ja sonst nicht wirksam. Deshalb nie Lebensmittel direkt
mit einem Insektizid behandeln, sondern jeweils nur ausgeräumte Schränke
oder leere Behälter. Verzichten Sie auf synthetische Langzeit-Wirkstoffe
besonders in Innenräumen und im Lebensmittelbreich.
Seit 1997 im Einsatz und sehr gut bewährt: Die Bekämpfung der Motteneier
mittels Nützlingen - Produktname: MOTTCONTROL®.
Die Bekämpfung ist völlig ungiftig und sehr diskret (die Nützlinge sind
kleiner als 0,5 mm, fliegen und stechen nicht und sterben nach dem Einsatz
von allein wieder aus). Ein Bekämpfungsintervall dauert acht Wochen; alle
14 Tage erhalten Sie von uns automatisch neue Nützlinge zugeschickt.
Für nähere Informationen beachten Sie unsere Seite "Produkte"
(Klicken Sie einfach auf den Hyperlink).
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